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Wissenschaft – was ist das?

Die Methode ist entscheidend: Hypothese, Überprüfung, Verbesserung

Autor: Dirk Winkler

Aufgrund der Corona-Krise steht die Wissenschaft aktuell so sehr im gesellschaftlichen Fokus wie noch selten zuvor. Zudem steht sie ungerechtfertigt in der Kritik. Ein Großteil der Kritik beruht auf zwei grundsätzlichen Missverständnissen. Zum einen werden Wissenschaftler und Wissenschaft oft gleichgesetzt und verwechselt. Und zum anderen fehlt es zuweilen an einem Verständnis, was man unter Wissenschaft versteht und wie sie funktioniert.


Menschen, die mit der Wissenschaft in ihrem alltäglichen Leben wenig bis nichts zu tun haben, übertragen das, was sie von Wissenschaftlern hören, sehen und lesen, in ihre eigene gewohnte Erlebnis- und Erfahrungswelt. Dabei kommt es fast zwangsläufig zu falschen Annahmen über Wissenschaft, was sie leistet und was sie leisten kann.

Begünstigt werden die Fehlannahmen dadurch, dass in beiden Welten, der Welt der Wissenschaft und der Welt des gesellschaftlichen Alltags, zwar zum Teil die gleichen Begriffe verwendet werden, aber sie in den beiden Welten vollkommen unterschiedliche Bedeutungsinhalte haben. Als Beispiel sei hier bereits der Begriff der Theorie genannt, auf den noch zurückzukommen ist.

Wissenschaft ist nicht einfach. Daher ist es auch nicht einfach, ihre komplizierten Zusammenhänge verständlich darzustellen. Zunehmend gibt es oft interaktiv zu erfahrende Wissenschaftsausstellungen und -museen, die einen intuitiven Zugang zu solchen Themen zu vermitteln versuchen – indem man Planetenwege abläuft (hier im Museo de la ciencia y el cosmos in La Laguna, Teneriffa), Zentrifugalkräfte spürt, optische Täuschungen enttarnt. Junge Menschen können so vielleicht von manchen wissenschaftlichen oder auch technischen Fachbereichen inspiriert werden, um später selbst als Wissenschaftler zu arbeiten, womöglich so auch globalen und kosmischen Katastrophen zu entgehen: Stephen Hawking war kritisch gegenüber der Menschheit eingestellt: „Unsere einzige Chance für ein langfristiges Überleben besteht darin, in den Weltraum zu expandieren“, war seine Überzeugung, die in dem Museum in Teneriffa in Neonschrift zu lesen ist (Foto: Kickuth).

© 2020 Rolf Kickuth zurück zur Startseite