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Vom Todesstrahl zur Fusionsforschung –
und darüber hinaus

Vor 60 Jahren wurde der Laser erfunden

Autor: Rolf Kickuth

Vor 60 Jahren, 16. Mai 1960, strahlte der erste Laser. Offenbar bediente  die Phantasie der Menschen mit einer emotionalen Macht wie kaum eine andere Erfindung zuvor. Sonst wäre es wohl kaum erklärbar, dass eine amerikanische wissenschaftliche Entdeckung schon zwei Jahre später den Weg in ein deutsches populärwissenschaftliches Magazin fand (Abbildung 1) – und nur vier Jahre später in einer Schlüsselszene des wohl berühmtesten und besten James Bond-Films wurde: Goldfinger (Abbildung 2). Aber es gab eben diese Phantasien, die sich schon lange zuvor mit nicht vorstellbaren zerstörerischen Strahlenwaffen beschäftigte – eine Vorstellung, die vielleicht auf die Angst vor früher unerklärliche Blitze und eine Erklärung als göttliches Machtbezeugnis zurückgeht. 

Heute ist man sich des Einsatzes der Lasertechnik oftmals nicht bewusst; er ist zur allgegenwärtigen Technik geworden – oder auch zum Präzisionswerkzeug, das auch in Biologie und Medizin Wundersames zu vollbringen hilft. In naher Zukunft mag er jedoch nochmals durch unglaubliche Energieentfaltungen von sich Reden machen und dabei helfen, noch mehr Geheimnisse der Physik zu entschlüsseln. 

Links: Dies als Symbol eines Peniskults zu sehen wäre eine Fehlinterpretation ;-) Es ist ein ziemlich unregelmäßig gezüchteter Rubin-Einkristall (Foto: RK).


Unten:  Prinzip der Chirped Pulse Amplification (CPA):  Anstatt einen Lichtimpuls direkt zu verstärken, wird er durch ein Paar optischer Gitter mit positiver Dispersion zunächst zeitlich gedehnt, wodurch seine Spitzenleistung verringert wird. Dann wird der Impuls verstärkt und anschließend wieder komprimiert, durch ein zweites Paar optischer Gitter mit umgekehrter Dispersion; mit mit zueinander verkippten Gittern und man erhält eine negative Dispersion, mit parallel zueinander stehenden  eine positive. Auf diese Weise wird der Lichtimpuls extrem intensiv (Abbildung: US-Energieministerium).

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