Dr. Ulrike Zentgraf, Rolf Kickuth

Symbionten entmystifiziert – Symbiose als Standardmechanismus der Biologie

Von gegenseitigem Nutzen – 

Eine win-win-Situation unter Lebewesen

Symbionten wohnt etwas Geheimnisvolles inne: Eng miteinander verknüpft profitieren verschiedenartige Lebewesen in diesem speziellen Zusammenleben, der Symbiose, gegenseitig voneinander (Abbildung 1). Zwar kann meistens einer ohne den anderen existieren – Ausnahmen sind etwa obligate Symbionten und Epibionten, aber im Zusammenleben entfalten sie ihre besondere Stärke. Hören Menschen von diesem Phänomen,  nehmen sie es vorwiegend als etwas Ungewöhnliches wahr. Dabei ist Symbiose alltäglich; auch jeder von uns hat seine Symbionten, sogar Milliarden davon. Zur Mystik der Symbionten beigetragen haben wohl eher Science-Fiction-Geschichten, etwa diejenigen in der Fernsehserie Stargate. Ein frühes Beispiel der Symbiose findet sich sogar als notwendiger Mechanismus in unseren Zellen wieder.

Das Foto zeigt die Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina). Die Photobionten der Gewöhnlichen Gelbflechte sind Grünalgen aus der Gattung Trebouxia. Die Algen können etwa 7 % des Vegetationskörper-Volumens einnehmen. Die gelbe Farbe wird durch das Anthrachinon Parietin (Struktur oben links im Foto) hervorgerufen (Foto: Rolf Kickuth).

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