Prof. Dr. Wolfgang Hasenpusch
Was uns so aromatisch und süß in schwarzer Tracht als Lakritze in allerlei Varianz daherkommt, ist der verarbeitete Wurzelsaft der Süßholz-Pflanze (Glycyrrhiza glabra). Verantwortlich für die besondere Geschmacksrichtung ist ein Süßstoff, der die fünfzigfache Süßkraft des Rohrzuckers besitzt. Die Inhaltsstoffe verfügen über zahlreiche gesunde Eigenschaften. Sie können Entzündungen hemmen und finden bei Magen-Darm-Beschwerden sowie bei Infektionen im Mund- und Rachenbereich ihre Anwendung. Dennoch sind die Pflanzensäfte der Süßholz-Wurzel mit Vorsicht zu genießen: bei Kindern, während der Schwangerschaft oder bei bestimmten Erkrankungen wie Bluthochdruck, Lebererkrankungen oder Nieren-Insuffizienz. Unsere geliebten Lakritz-Stangen, -Konfekt oder Salmiak-Pastillen stellen sich also als Medikamente mit Höchstmengen-Begrenzung heraus. Warum ist das so?
Struktur und Eigenschaften von Formononetin.
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