Prof. Dr. Wolfgang Hasenpusch
Der blau blühende Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) entstammt der Pflanzen-Familie der Lippenblütler (Abbildung 1). Schon die Griechen verstanden in dieser Pflanze ein Symbol der Keuschheit. Mönche in den Klostergärten des Mittelalters wollten mit Hilfe dieses Gewächses und ihrer Früchte ihre menscheigene Libido im Zaume halten. Heute dient der Mönchspfeffer als Arzneipflanze, deren Früchte (Agni casti fructus) zur Behandlung des „prämenstruellen Syndroms, PMS“ eingesetzt werden können. Wirksamkeitsmitbestimmende Inhaltsstoffe sind bicyclische Diterpene, Iridoidglykoside, lipophileFlavonoide, Triglyceride, Öl- und Linolsäure sowieätherische Öle [1]. Verbindungen, die näher unter die Lupe genommen werden.
Mönche versuchen seit Alters her ihre Libido mit Mönchspfeffer zu zügeln (Karikatur: Hasenpusch).
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